Die Gründe für das Scheitern von „Birds of Prey“ an den Kinokassen – ein Experte erklärt

11.02.2020 "Birds of Prey" hat einen schlechten Start hingelegt und der Umsatz am ersten Wochenende lässt kaum Hoffnung für einen großen finanziellen Erfolg des Films übrig. Doch was waren die Gründe dafür?

Birds of Prey

Filmstart: 06.02.2020
Nach der Trennung vom Joker kommen Harley Quinn und drei weitere weibliche Superheldinnen - Black Canary, Huntress und Renee Montoya - zusammen, um das Leben eines kleinen Mädchens von einem bösen Verbrecherfürsten zu retten.

„Birds of Prey“ startete am letzten Wochenende mit nur 33 Millionen Dollar Umsatz an den US-Kinokassen und markierte damit den niedrigsten Startfür einen Film im DC Extended Universe und den niedrigsten Start für einen DC-Film seit „Jonah Hex“ im Jahr 2010. Laut Jeff Bock, Analyst bei Exhibitor Relations, ist der R-rated Film „Birds of Prey“ ein „Nischen-Comic-Film“, dessen Misserfolg schon mit dem Titel begann: Den von Cathy Yan inszenierten Film nicht nach seiner Hauptfigur Harley Quinn zu benennen, war ein „großer Fehler“ für Warner Bros., die Monate zuvor mit dem mit „Joker“ über eine Milliarde Dollar weltweit umsetzen konnten.

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„Sie haben Schwung genommen und dann verfehlt“, sagte Bock gegenüber Variety. „Das war nichts für die Filmmassen, es war ein Nischen-Comic-Film. Warner Bros. muss diese Lektionen immer wieder lernen.“

„Birds of Prey“ hat bisher weltweit 81 Millionen Dollar mit einem Budget von 82 Millionen Dollar verdient. Diese Zahl wird von anderen Studiobetreibern bestritten, die argumentieren, dass die Sets des Films und CGI die Kosten auf 100 Millionen Dollar erhöht haben. Quellen von konkurrierenden Studios schätzen, dass „Birds of Prey“ zumindest die Gewinnschwelle erreichen wird, wenn der Film weltweit 300 Millionen Dollar erreicht.

„Der erste Fehler ist, sich nicht auf sie zu konzentrieren“, sagte Bock. „Sie ist eine IP, daher war es eine große Fehlentscheidung, dass Warner Bros. den Film nicht ‚Harley Quinn‘ nannte.“ Zudem kommen weitere Fehler: Auch wenn „Joker“ als R-rated Film einen großen Erfolg feiern konnte, hat man sich bei „Birds of Prey“ durch das R-Rated einen großen Teil des potenziellen Publikums selbst genommen, wenn man bedenkt, dass Harley Quinn auch bei Mädchen und jungen Frauen sehr beliebt ist.

Hinzu kommt noch ein großes Problem für Fans der Comic-Vorlage: Der „Birds of Prey“ Film hat kaum etwas mit der Vorlage zu tun! Batgirl / Oracle ist gar nicht dabei und Black Canary sowie Huntress wurden massiv für den Film angepasst. Lady Blackhawk, Big Barda und Misfit als Hauptfiguren in den Comics fehlen ebenso. Hingegen gehört Harley Quinn hingegen gehört eher weniger zum Team…

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