Mit “Kravens letzte Jagd” kam vor wenigen Tagen der bereits siebte Band der Offiziellen Marvel Comic Sammlung in den Handel und erneut können wir euch diesen Band hier auf SHF Dank des kostenfreien Presseabos des hachette Verlags vorstellen. Dieser Band stammt aus dem Jahre 1987 und ist damit um einige Jahre älter als die sechs bisherigen Ausgaben dieser Sammlung.
Mit dem siebten Band der Sammlung erhalten wir diesmal die chronologische Ausgabe Nummer 10, damit wurde dieser Spider-Man Comic ganze 14 Jahre vor dem anderen in der Sammlung erschienen Spider-Man Comic “Spider-Man – Heimkehr” veröffentlicht. Und diese 14 Jahre merkt man “Kravens letzte Jagd” auch auf faster jeder Seite an. Hierbei liegt dies nicht nur am Zeichenstil, der hier aus der Feder von Michael Zeck stammt, sondern auch an der Erzählstruktur. Viele Gedanken sind stets Beiwerk bei dieser letzten Jagd.
Enthalten sind hier jeweils zwei US-Ausgaben aus drei verschiedenen Spider-Man Reihen, die alle zeitgleich im Jahre 1987 liefen. Dabei wechselte die sechsteilige Story durch die drei Reihen durch, so dass die chronologisch richtige Reihenfolge wie folgt lautet: Web of Spider-Man (Vol 1) #31, Amazing Spider-Man (Vol 1) #293, Spectacular Spider-Man (Vol 1) #131, Web of Spider-Man (Vol 1) #32, Amazing Spider-Man (Vol 1) #294 und Spectacular Spider-Man (Vol 1) #132. Alle stammen aus dem Zeitraum Oktober 1987 bis November 1987.
Wie bereits angesprochen, merkt man der Story ihr Alter von über 25 Jahren an. “Kravens letzte Jagd” ist aber deshalb nicht schlecht, es ist einfach ein Klassiker aus einer anderen Zeit der Comicwelt und kann auch heute noch begeistern und gilt nicht umsonst als eine der besten Spider-Man Geschichten der 80er und 90er Jahre. Von der modernen Welt der Comics im Hause MARVEL ist “Kravens letzte Jagd” aber dennoch weit entfernt. Viele Leser, die eher den Stil von heute kennen und mögen, könnten mit dem teilweise altbacken wirkenden Erzählstil ihre Probleme haben. So ist Spider-Man lange Zeit gar nicht Teil des Geschehens, sondern liegt lebendig begraben unter der Erde, während Kraven in Gestalt der Spinne auf eine etwas andere Art und Weise Jagd auf Verbrecher macht und dabei vor allem Vermin zum Ziel von Kraven wird. Doch damit greifen wir der Story schon etwas zu weit voraus…
Die Story ist eigentlich auch recht einfach in wenige Worte zu fassen: Kraven der Jäger, der schon zuvor den einen oder anderen Kampf mit Spider-Man ausgefochten hat, merkt langsam das Alter. Nachdem er alle Tiere der Welt bezwungen hat, verbleibt nur noch eine Beute: Die Spinne namens Spider-Man. Daher begibt er sich auf eine Jagd nach ihm und überwältigt diesen überraschend auf nur wenigen Seiten mit Hilfe eines starken Betäubungsmittels. Kraven vergräbt Spider-Man lebendig auf dem Friedhof und überlässt diesen seinem Schicksal.
Doch damit hat Kraven sein Ziel noch nicht erreicht: Er will nicht nur die Beute bezwingen, sondern auch so werden, wie die Beute. Er will es spüren und erleben, wie es ist, Spider-Man zu sein. Daher zieht er sich das schwarze (!) Köstum von Spider-Man über und geht auf Verbrechensjagd. Dabei geht er nicht so zimperlich wie Peter Parker mit den Menschen um und hinterlässt Verletzte und Tote. Doch ein Feind von Spider-Man hat es ihm vor allem angetan: Vermin, den Spider-Man erst vor kurzer Zeit mit Hilfe von Captain America bezwingen konnte. Kraven will beweisen, dass er der besser Spider-Man ist und Peter Parker ihm nicht gewachsen ist…
Fazit: “Kravens letzte Jagd” ist ein Klassiker. Doch Klassiker müssen nicht jedem Leser gefallen. Der Comic an sich ist nicht schlecht und hat seine Höhepunkte, doch im Vergleich zu modernen Comics befinden wir uns hier in einer anderen Welt. Daher lässt sich hier im Grunde nur sagen, dass man sich diesen Comic am Besten selbst ansehen sollte und sich ein Bild davon machen sollte. Ein schlechtes Erlebnis wird man aber auf jeden Fall NICHT haben.
Wer mehr über die Sammlung und die Serie wissen will, der findet Weiteres ebenso wie Infos zum Abo auf der offiziellen Seite: zeit-fuer-superhelden.de




