Rezension: Doktor Strange Season One

1. April 2013 0

Bereits vor einiger Zeit hatten wir euch hier bei SHF eine erste Leseprobe zu “Doktor Strange Season One” präsentieren können und euch auch eine Rezension zu diesem Band versprochen. Nun ist es endlich soweit, wir haben unser Rezensionsexemplar von Panini erhalten und geben nun unsere Meinung kund. Der Band ist bereits seit dem 12. März 2013 im Handel erhältlich.


Bereits seit einiger Zeit nutzt MARVEL die Reihe “Season One” um die Anfänge verschiedener Superhelden noch einmal neu zu beleuchten und diesen “Origin”-Geschichten auch neuen Lesern schmackhaft zu machen. Diesen Monat ist endlich Doktor Strange an der Reihe und vorweg kann man bereits sagen, dass dieser Band wirklich bildgewaltig und farbenprächtig geworden ist.

Doktor Strange wurde bereits ein Jahr nach Spider-Man erschaffen. Der berühmte Stan Lee hat diese Figur zusammen mit Steve Ditko bereits 1963 für die 110. Ausgabe von “Strange Tales” entworfen. Schon damals hatte der spätere Hexenmeister mit den Kräften der Vishanti und mit dem Auge von Agamotto zu tun. Später wurde er sogar Mitglied der Avengers, sowie Mitglied der Defenders und auch ein Mitglied der Illuminati. Zudem wird Doktor Strange 2016 seinen großen Auftritt im Kino haben, wenn er im Zuge der dritten Phase des Marvel Cinematic Universe seinen eigenen Film erhalten wird.

In den jüngeren Jahren hatte Doktor Strange leider keine eigene Heftserie mehr und war nur immer wieder als Gastcharakter in verschiedenen anderen Reihen zu lesen, aktuell (auch wenn der eigentliche Comic aus dem Jahre 2004 ist) beispielsweise in “Avengers - Heldenfall” im Zuge der Offiziellen Marvel Comic Sammlung. Man kann aber hoffen, dass bis 2016 auch der Hexenmeister wieder mehr ins Rampenlicht rücken wird, wenn sein eigener Film vor den Türen steht. Wer aber jetzt schon mehr über Doktor Strange erfahren will, für den ist “Doktor Strange Season One” der richtige Einstieg.

Die Anfänge des Hexenmeisters

Ursprünglich war Dr. Stephen Strange ein talentierter und selbstsüchtiger Neurochirurg, dem es hauptsächlich um das Geld ging. Durch einen Autounfall wurden seine Hände jedoch so stark verletzt, dass er nicht mehr weiter praktizieren konnte und damit veränderte sich auch sein ganzes Leben. Da er zu stolz war seine Karriere an den Nagel zu hängen und stattdessen an der Universität zu unterrichten, widmete er jeden weiteren Tag damit einen Weg zur Heilung seiner Hände zu finden. Dabei begibt er sich auf eine Reise rund um die Welt um endlich Heilung zu finden. Im Himalaya sucht er den Tempel des Uralten auf, einen magischen Priester, der ihm helfen soll.

Doch der Uralte, der im Bunde mit mächtiger Magie steht, sieht die charakterlichen Schwächen von Strange und weist ihn ab. Er habe es nicht verdient geheilt zu werden. Jedoch erhält Strange das Angebot sich lehren zu lassen und so vielleicht eines Tages würdig zu sein. Mehr Hilfe kann er dem gebeutelten Arzt nicht anbieten, obwohl er erkennt, dass in Strange ein ganz besonderer Funken der Magie schlummert. Strange schlägt ein.

In den kommenden Wochen beginnt Strange sein Training, u.a. mit einem weiteren Schüler namens Wong. Zwischen den beiden Schülern herrschen jedoch ständig Streitgkeiten. Doch bald müssen Sie zusammen arbeiten, als die junge Frau Sofia auftaucht und Sie in ein Abenteuer, mit dem Ziel drei magische Ringe zu finden, stürzt. Das klingt stark nach “Herr der Ringe”? Kein Wunder, denn selbst die Figuren in diesem Band erkennen die Parallelen und Sofia wird nicht nur einmal als “unser Hobbit” bezeichnet.

Noch ein paar Worte

Wie für die Reihe “Season One” üblich, werden hier nicht nur die Anfänge von Doktor Strange erzählt, sondern auch alle wichtigen Figuren aus der Anfangszeit eingeführt. Allen voran natürlich Wong, der die meisten Seiten erhält. Anfänglich stets im Streit, werden diese im Laufe Ihres Abenteuers Freunde und wachsen mit ihren Aufgaben. Für den einen oder anderen mag der Comic sehr gehetzt und sehr bunt wirken, doch wenn man sich erstmal an den schnellen Erzählfluss und an die bunten Kämpfe voller Magie gewöhnt hat, dann erlebt man hier eine wirklich gelungene Ursprungs-Geschichte.

Einziges Manko: Die Story stimmt nur noch in Grundzügen mit der “echten” Urspungsgeschichte von Doktor Strange überein. Allerdings ist diese Modernisierung sicherlich ein Gutes, da Comics heute einfach einen anderen Aufbau als noch früher haben.

Fazit: Wer endlich mehr von Doktor Strange lesen will oder ihn noch gar nicht kennt, der sollte sofort zugreifen!

Mehr zum Comic gibt es bei Panini Comics.


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