Warner überlegt einen „Reset“ beim DC Extended Universe durchzuführen

13.09.2018 Warner Bros. überlegt nach neuen Berichten, ihr DC-Filmuniversum zurückzusetzen. Nach der ersten finanziellen Enttäuschung mit "Justice League" hat das Studio langsam Veränderungen vorgenommen, um ihrer Superhelden-Filmserie zu helfen, sich wieder zu erholen.

DC Cinematic Universe

DC Films durchlief einen Managementwechsel, Walter Hamada wurde zum neuen Produktionsleiter ernannt, gefolgt von der Ernennung von Chantal Nong zum Vizepräsidenten der Produktion. Nun scheinen aber noch mehr große Veränderungen für das Franchise zu kommen.

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2013 kam „Man of Steel“ mit Henry Cavill in der Hauptrolle und unter der Regie von Zack Snyder und schon von Anfang an hatten die DC Films Mühe, ihr eigenes filmisches Franchise aufzubauen. Zwischen der Schwierigkeit, herauszufinden, wie man die anstehende Aufgabe richtig angeht, und dem Druck, mit dem Marvel Cinematic Universe von Marvel Studios zu konkurrieren, litt das angehende Franchise unter mehreren nicht besonders gut laufenden Filmen und hat nur einen einzigen wirklichen Hit mit Patty Jenkins‘ „Wonder Woman“. Aber jetzt, da Snyder und vielleicht auch vereinzelte Schauspieler das Franchise verlassen könnten, scheint es, als ob Warner Bros. sich deutlich von ihren ursprünglichen Plänen für ihr eigenes Superhelden-Franchise entfernen will!

Die Kollegen von THR berichten, dass Warner Bros. versucht, den „Reset“-Knopf beim DC-Universum zu drücken. Eine anonyme Quelle, die mit der Sache vertraut ist, sagt, dass „es eine Erkenntnis gibt, dass einige Teile der vorherigen Filme nicht funktioniert haben“ und fordert sie auf, die notwendigen Änderungen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass die Filmserie in die richtige Richtung geht. Aber anstatt alles auf einmal neu zu starten, ändert das Studio langsam den Kurs des Franchise.

Es ist schwer vorstellbar, wie das bestehende Franchise einen halben Reset verkraften kann, und einige mögen argumentieren, dass es einfacher gewesen wäre, wenn Warners Bros. einfach einen kompletten Neustart durchgeführt hätte. Aber die Dinge sind etwas kompliziert, wenn man bedenkt, dass sie auch Gadots Wonder Woman nicht loslassen wollen – zumal sowohl die Figur als auch ihr Film vom Publikum sehr gut angenommen wurden. Hinzu kommen Projekte wie „Aquaman“ mit Jason Momoa in der Hauptrolle, ganz zu schweigen von „Wonder Woman 1984“.

Es bleibt abzuwarten, wie das Studio diesen großen Schritt angehen will, aber viele schauen sich einen potenziellen „Flashpoint“-Film an, der es Warner Bros. ermöglicht, die Geschichte des Franchise neu zu schreiben, aber auch einige seiner guten Teile zu behalten. Eine Zeitlang sollte der bevorstehende Solofilm „The Flash“, der von Jonathan Goldstein und John Francis Daley mit Ezra Miller in der Hauptrolle geleitet werden sollte, auf dem quintessenziellen Comic-Lauf mit dem Scarlet Speedster basieren, aber das ist nicht mehr der Fall. Möglicherweise können sie ihre ursprünglichen Pläne überprüfen und mit ihnen in Übereinstimmung mit den neuesten Ereignissen im Franchise gehen.

Wenn die Pläne, das DC-Filmuniversum zu korrigieren, scheitern, kann sich Warner Bros. auf eine brandneue Kontinuität konzentrieren, die sie in Kürze auf den Markt bringen wollen. Das neue Label, das entweder DC Black oder DC Dark heißen wird, soll mit dem Todd Phillips-Regie-Joker-Film mit Joaquin Phoenix beginnen. Ab sofort soll der Film eigenständig sein, aber frühere Berichte behaupten, dass er sich irgendwann mit Matt Reeves‘ „The Batman“ Film verbinden könnte, je nachdem, wie die Leute die kommenden DC-Film-Veröffentlichungen aufnehmen…

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