Rezension: Injustice - Götter unter uns

28. Juni 2013 0

Aus dem Hause NetherRealm Studios kam im April 2013 “Injustice - Götter unter uns” für Xbox 360, Playstation 3 und Wii U auf den Markt. Wie von klassischen Prügelspielen bekannt, duellieren sich hier bekannte Superhelden und Superschurken aus dem DC Universum in verschiedenen Arenen. Dank preis.de konnten wir die Xbox 360 Version antesten und teilen euch in diesem Artikel unsere Meinung zum Spiel mit.


Das Spiel basiert auf der starken Unreal 3 Engine und man merkt recht schnell, dass hier die Macher von “Mortal Kombat” am Werke waren. Natürlich stehen die Kämpfe zwischen Helden und Schurken, oder gerne auch Helden und Helden oder Schurken und Schurken im Fokus, doch es gibt auch einen gar nicht so schlechten Story-Modus, den man alleine durchspielen kann. Bevor wir uns den Kämpfen an sich widmen, kommen wir erstmal zur Story: Metropolis liegt in Schutt und Asche und Millionen von Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Besonders fatal: Auch Lois Lane und Clark Kents Sohn sind bei diesem feigen Angriff ums Leben gekommen, bei dem der Joker seine Finger im Spiel hatte. Superman, der diesen erneuten Verlust nicht verkraften kann, rächt sich zunächst am Joker, übernimmt dann die Kontrolle über alle Regierungen der Welt und ruft sich selbst zum alleinigen Herrscher über die Erde aus.

Superman als Herrscher?

Lex Luthor ist einer der spielbaren Schurken.

Klingt nicht unbedingt nach dem Superman, den wir kennen? Kein Wunder, denn all das ist nur in einer Parallelwelt geschehen. In einer anderen Welt kommt es fast zu einer ähnlichen Katastrophe, doch bevor der Joker auch hier Metropolis zerstören kann, werden er und Batman in die andere Dimension gezogen, in der Superman bereits die Herrschaft an sich gerissen hat. In dieser neuen Welt haben sich viele Superhelden, aber auch viele Superschurken, dem neuen Herrscher angeschlossen und kämpfen für diesen. Doch auch andere Helden wurden in diese Welt gezogen und müssen sich nun vielen Kämpfen stellen, um nicht nur diese eine Welt zu retten, sondern auch viele andere parallele Welten.

Offline und online duellieren

In den Kämpfen geht es heiß her.

Auch wenn der Storymodus ein nettes Beiwerk ist, so stehen doch die Kämpfe an sich im Fokus. Im besten Fall kämpft man natürlich gegen menschliche Gegner, die man entweder online im Internet findet oder ganz bequem zu Hause im Wohnzimmer. Wir selber haben uns auf die Duelle im eigenen Wohnzimmer konzentriert und bis zum Zeitpunkt dieses Artikels beinahe hundert Kämpfe bestritten, um uns ein gutes Bild vom Spiel machen zu können.

Besonderes Highlight in unseren Augen: Die vielen fantasievollen charakterspezifischen Super-Angriffe, die besonders viel Schaden beim Gegner anrichten. Dabei hat man sich natürlich nah an den einzelnen Helden und Schurken orientiert. Ein Beispiel? Superman schnapp sich sein Gegenüber, schleudert diesen weit nach oben in die Stratosphäre, fliegt hinterher und schmettert ihn wieder zurück. Noch ein Beispiel? Der allseits beliebte Joker hingegen schmeißt seinem Gegner erst eine Torte ins Gesicht, feuert dann aus allen Rohren mit allem, was er hat - inklusive Raketenwerfer. Bei Aquaman erleben wir stattdessen eine Flutwelle und im Anschluss wird der Gegner mit dem Dreizack ordentlich vermöbelt und nach oben geschleudert - und landet dabei im Maul eines Weißen Hais. Hier haben sich die Entwickler besonders viele Mühe gegeben und auch beim zehnten Mal wird es nicht langweilig.

Unser Fazit

Batman darf natürlich nicht fehlen.

Man merkt “Injustice - Götter unter uns” auf jeden Fall an, dass die gleichen Entwickler wie bei “Mortal Kombat” am Werk waren, doch dem Team rund um Ed Boon ist es sehr gut gelungen, eine ganz eigene Spielmechanik für dieses Spiel zu entwickeln. Flash, Batman, Joker und alle anderen lassen sich einfach steuern, aber auch für erfahrene Spieler dauert das Meistern eines Charakters einige Zeit. Die Kämpfe an sich sind dynamisch und wuchtig und durch die Interaktion mit der Umgebung entstehen je nach Arena ganz andere Möglichkeiten.

Beim Balancing scheinen die Entwickler ganz gute Arbeit geleistet zu haben, denoch kommt es uns so vor, als wenn manchen Charaktere doch “besser” als andere sind. Alles in allem vergeben wir für “Injustice - Götter unter uns” 90 von 100 Punkten und geben eine Kaufempfehlung!


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