Rezension: Thor #16

5. Juni 2013 0
Thor #16 Datum: 26.03.2013
Seiten: 196
Preis: 19,95 €

Autor: Matt Fraction, Kieron Gillen
Zeichner: Barry Kitson, Stephanie Hans

US-Ausgaben:
The Mighty Thor (Vol 1) #12.1, The Mighty Thor (Vol 1) #13, The Mighty Thor (Vol 1) #14, The Mighty Thor (Vol 1) #15, The Mighty Thor (Vol 1) #16, The Mighty Thor (Vol 1) #17, Journey into Mystery (Vol 1) #639, Journey into Mystery (Vol 1) #640, Journey into Mystery (Vol 1) #641

Thor versteht die Welt nicht mehr. Der Vater im Exil. Die Mutter auf dem Thron. Nun muss er sich auch noch dem Mann stellen, der eigentlich gar nicht da sein dürfte: Dr. Donald Blake! In der bereits seit März erhältlichen Ausgabe #16 von Thor finden sich zwei abgeschlossene Geschichten, die über insgesamt 9 US-Ausgaben gehen! Ob sich das Lesen lohnt? Das erfahrt ihr in unserem Artikel!

Ein Blick zurück: Thor starb, um die Welt vor dem Bruder seines Vaters, der Inkarnation von Furcht und Schrecken, zu retten. Asgard lag damals in Trümmern, doch der Donnergott kam aus dem Reich der Toten zurück und stellte den Frieden in der jungen Republik Asgardia wieder her. Die Stadt namens Asgard strahlt wieder wie früher hoch über den Wolken und in den neun Welten herrscht Ruhe. Doch wie so oft herrscht eine derartige Ruhe nur vor einem großen Sturm: Vor vielen Jahren wurde die Gestalt des Gottes Thor von dessen Vater an die sterbliche Gestalt des Doktor Donald Blake gebunden. Thors Vater Odin wollte seinem Sohn damit eine Lektion erteilen und ihm Barmherzigkeit und Demut lehren. Doch nun ist Thor schon lange wieder er selbst, doch dann taucht sein menschliches Gegenstück wieder auf…

Zu Beginn des Bandes, der mit beinahe 200 Seiten sehr dick ausgefallen ist, werden wir zunächst an ein paar vergangene Heldentaten von Thor erinnert und auch an die Zeit, als Thor in der Gestalt von Donald Blake auf der Erde wanderte. Doch dann nimmt die Geschichte einen erweiterten Verlauf, als der Abgeordnete Freidmar um die Hilfe der Allmutter und vor allem um die Hilfe von Thor bittet, um ein Rätsel zu lösen. In Nidavellir zeigt Freidmar Thor ein verschlossenes Portal, das laut Inschrift vor langer Zeit auf Anordnung von Odin verschlossen wurde. Thor öffnet das verschlossene Tor und im Inneren entdecken die beiden steinere Statuen von seltsamen Kreaturen, die langsam nach und nach zum Leben erwachen. Doch Thor ist schnell und zerstört so viele Statuen wie möglich. Doch die Anzahl der Kreaturen ist derart groß, dass Thor bald in die Fänge der Kreaturen gerät, ohne zu Wissen, welche Gefahr er durch das Öffnen des Portals befreit hat.

Bei Donald Blake auf der Erde

Zeitgleich erzählt Donald Blake in Broxton auf der Erde einer zunächst unbekannte Dame von seiner Vergangenheit und davon, dass er lange Zeit nur das Gefäß für den göttlichen Thor war. Donald Blake will jedoch mehr als nur ein leeres Gefäß sein und wendet sich daher an Enchantress mit der Bitte, dass er wieder ein Gott sein will. Im Gegenzug bietet er seine Seele an. Dieses Angebot wird nicht ausgeschlagen, doch es kommt ganz anders, als es sich Blake vorgestellt hat… In diesem Bezug der Story wollen wir gar nicht mehr verraten, verweisen aber auf das Bild ganz oben für einen kleinen Hinweis.

Die Macht der Alben

In Nidavellir stellt sich derweil heraus, dass hinter dem Portal Nachtalbe eingesperrt waren. Kreaturen, die sich auf die Brust von Lebewesen setzen und damit deren Träume kontrollieren und sich von diesen ernähren. Zudem sind alle Lebewesen, die so kontrolliert werden, Teil eines gemeinsamen Traums, was zur Qual für alle werden kann, sobald sich die größten Albträume der Träumer in diesem gemeinsamen Traum manifestieren. Durch das offene Portal sind die Alben nicht nur aus ihrem Gefängnis entkommen, sondern haben auch den Weg auf andere Welten gefunden. Als auch noch Donald Blake in der Traumwelt auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse für Thor.

Journey into Mystery

Als Zweitstory sind in diesem Band auch drei Ausgaben von “Journey into Mystery” enthalten, die eine abgeschlossene Geschichte mit dem kindlichen Loki im Mittelpunkt bilden. Dabei verschlägt es Loki in die Anderwelt, die das Unterbewusstsein der Britischen Inseln darstellt. Die Welt dort ist in Gefahr, seitdem riesige Maschinen durch das Land streifen, die als neue Götter fungieren. So sucht man Hilfe in Asgardia, wo die Allmutter offiziell nicht helfen kann, doch den kindlichen Loki auf eine Mission schickt. Dabei verstrickt er sich in ein Abenteuer, in dem auch Hela eine große Rolle spielt…

Fazit

Gleich neun US-Ausgaben in einem Band? Klingt nach viel Lesestoff? Ist es auch! Zwei abgeschlossene Geschichten finden sich hier, wobei aus meiner Sicht, die zweite Geschichte mit den maschinenhaften Manchester-Göttern besser überzeugen kann, als Thors und Blakes Abenteuer in der Traumwelt. Die erste Geschichte ist nicht schlecht, aber wir haben bereits bessere Thor-Abenteuer gesehen. Lokis Abenteuer in die fremdhafte Anderwelt hingegen war ein wahres Vergnügen beim Lesen!

Mehr zum Comic gibt es bei Panini Comics.


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