Astrophysiker Neil deGrasse Tyson über die Wissenschaft in „Avengers – Endgame“

24.06.2019 "Avengers - Endgame" mag ein Superheldenfilm sein, aber Wissenschaft spielt eine Rolle in fast jedem der Ursprünge der Helden und sie ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Handlungsstränge der Filme. Nun sprach Astrophysiker Neil deGrasse Tyson über die wissenschaftlichen Hintergründe im Film.

Avengers - Endgame

Filmstart: 24.04.2019
Thanos hat am Ende von "Avengers - Infinity War" gewonnen und die Welt wie das ganze Universum muss mit dem Ende des Krieges leben. Die Hälfte aller lebenden Wesen wurden in einem Augenblick vernichtet und alle haben mehr oder weniger viel verloren...

Trotz der Dominanz von Wissenschaft im MCU in fast allen Filmen ist es jedoch „Avengers – Endgame“, bei dem die Menschen aufgrund der Komplexität der Zeitreisen des Films wohl am meisten Fragen zum ganzen Hintergrund haben, was auch zu vielen Debatten im Internet geführt hat. Aber was hat ein echter Wissenschaftler über die Wissenschaft im Film zu sagen? Das ist die allgemeine Prämisse einer aktuellen Episode von Neil deGrasse Tysons „Star Talk“, und Tyson hat einige interessante Gedanken dazu. In der Episode, die ihr weiter unten selbst ansehen könnt, beantwortet Tyson Fragen von Fans zu verschiedenen Aspekten der Wissenschaft im Film. Die Episode befasst sich mit verschiedene Themen, aber recht nahe am Anfang geht es um das Thema Zeitreisen. Es stellt sich heraus, dass „Avengers – Endgame“ bei aller Komplexität eher der zeitgenössischen Theorie entspricht – aber das Ganze ist dennoch nicht fehlerfrei:

Das könnte Dich auch interessieren:
Avengers - Endgame
Offiziell bestätigt: [Spoiler] hat in "Avengers - Endgame" eine dauerhafte alternative Realität erschaffen!

„‚Zurück in die Zukunft‘ versuchte, auf Schritt und Tritt so konsequent wie möglich zu sein. Ich spreche von ‚Zurück zur Zukunft 1‘, nicht von zwei und drei. Also, Endgame wenn ich das intern konsistent machen soll, braucht es eine viel komplexere Reihe von Zeitlinien, die sich voneinander abzweigen, als das, was in ‚Zurück in die Zukunft‘ passiert ist.“, sagte Tyson. „Alles, was in ‚Zurück in die Zukunft‘ passiert ist, ist, dass es eine einzige alternative Zeitleiste geschaffen hat. In ‚Endgame‘ denkt nur an die verschiedenen Zeitlinien. Vergiss die Tatsache, dass Captain America beschloss, mit seiner Frau abzuhängen und nicht all die Rettung zu machen, die er in den anderen Filmen als Captain America in der Gegenwart gemacht hat. Es gibt immer noch das heutige Element von all dem, das jetzt in einer Zeitlinie verloren geht, die jetzt nicht mehr in der Zeitlinie existiert, die uns bleibt. Er sitzt dort als alter Mann auf einer Bank und wir freuen uns für ihn, denn er ist zur wahren Liebe seines Lebens zurückgekehrt. Du kannst das nicht hassen. Aber wie sieht es mit dem Verbrechen aus, die er eigentlich gestoppt hat? Was ist damit? Nun, das ist nur ein anderes Universum, das sich zu diesem Zeitpunkt so entwickelt, weil du die Zeitlinie nicht geändert hast, du hast die Zeitlinie verzweigt. Das ist das moderne Konzept dessen, was passiert, wenn man die Zeit ändert.“

Aber nur, weil die Idee, Zeitlinien zu verzweigen, zumindest in Bezug auf die zeitgenössische wissenschaftliche Theorie stimmt, bedeutet das nicht, dass „Avengers – Endgame“ es richtig macht. Tyson fährt fort, die Interaktion der Helden mit ihrem vergangenen Selbst herauszufordern – speziell Captain America, der mit seinem Selbst von 2012 kämpft – sei sehr gefährlich und problematisch in Bezug auf die Erhaltung der „Hauptzeitlinie“, die sie zu retten versuchen. „Du kannst nicht mit dir selbst interagieren, weil du nicht weißt, welchen Einfluss du auf die Welt haben wirst.“, sagte Tyson. „Das ist also geradezu gefährlich.“

Neil deGrasse Tyson on Avengers: Endgame | StarTalk Full Episode

Was sagst Du dazu? Schreibe einen Kommentar dazu!