Ist „Agents of S.H.I.E.L.D.“ aus dem MCU Canon geflogen? Änderungen an Disney+ deuten darauf hin!

07.05.2021 Disney+ in Brasilien, neben anderen Nicht-US-Märkten, verschiebt die Serie "Agents of S.H.I.E.L.D." in den sog. "Marvel Legacy" Bereich, was darauf hindeutet, dass die Serie jetzt nicht mehr zum MCU Canon gehört!

Agents of S.H.I.E.L.D.

136 Episoden in 7 Staffeln
Nach dem Kampf um New York in "The Avengers", muss sich die Welt nun endlich an die Existenz von Superhelden und Außerirdischen gewöhnen. Agent Phil Coulson (Clark Gregg) - bekannt aus vielen Filmen des Marvel Cinematic Universe - versammelt eine kleine Gruppe hochqualifizierter Agenten von S.H.I.E.L.D. um sich. Das Team soll überall auf der Welt besondere Vorfälle untersuchen und bei Bedarf eingreifen. Doch bald zeigt sich, dass S.H.I.E.L.D. auch noch ganz andere Probleme zu bewältigen hat...

Wie der Reddit-Nutzer, der dies bemerkte, feststellte, hat Disney+ auch die anderen Marvel-TV-Serien von ABC in diesen Märkten in den Bereich „Marvel Legacy Movies and Series“ verschoben, zusammen mit „Runaways“ von Hulu. Dies deutet darauf hin, dass die verschiedenen Live-Action-Serien, die von der jetzt nicht mehr existierenden Marvel Television Abteilung entwickelt wurden – einschließlich der Defenders-Titel von Marvel und Netflix – nicht mehr als Teil der MCU-Kontinuität betrachtet werden.

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Die von Jed Whedon und Maurissa Tancharoen geleitete Serie „Agents of S.H.I.E.L.D.“ zeigte  Phil Coulson nach seinem Tod in „The Avengers“ (2012) und brachte Marvel-Comic-Superhelden wie Daisy Johnson alias Quake zum ersten Mal in die Live-Action. Doch während die Serie anfangs versuchte, an die Filme des MCU anzuknüpfen und sogar Auftritte von Charakteren wie Nick Fury und Sif hatte, entfernte sich die Serie in späteren Staffeln immer mehr von den Ereignissen der Infinity-Saga des Franchise.

Dies kann größtenteils auf die Spaltung zwischen Marvels TV- und Filmabteilungen zurückgeführt werden, bevor sie 2019 unter der Führung von Marvel Studios Präsident und Marvel Chief Creative Officer Kevin Feige zusammengelegt wurden. Clark Gregg, der Coulson erstmals in „Iron Man“ von 2008 spielte, sprach in einem Interview im Mai 2020 darüber. „Wissen Sie, niemand wusste jemals, dass [Agents of S.H.I.E.L.D.] auf 130 Episoden kommen würde“, sagte er. „Es war nie so, dass diese Woche Tony Stark hier ist!“

„Dann gab es die Trennung zwischen Marvel TV und Marvel Cinematic auf Unternehmensebene“, fügte er hinzu. „Also mussten die Showrunner, Jed [Whedon] und Mo [Tancharoen] und Jeff Bell, wirklich Teile des Marvel-Universums durchforsten, die nicht mit den unglaublich aufwendigen Plänen des Cinematic [Universums] verbunden waren. Am Ende haben sie alle möglichen Dinge verwendet: Inhumans, Zeitreisen, Ghost Rider, all diese Dinge, die niemand verwendet, und das oft mit großem Effekt.“

Aus diesem Grund wich „Agents of S.H.I.E.L.D.“ in den letzten beiden Staffeln mehr oder weniger komplett von der Zeitlinie des MCU ab und ignorierte die Ereignisse von „Avengers – Infinity War“ und „Avengers – Endgame“ ab. Dies hat auch zu Fan-Theorien über die Art und Weise geführt, wie „Agents of S.H.I.E.L.D.“ seine eigene Zeitlinie vor der zeitreisenden Staffel 7 erschaffen hat, was eine In-Canon-Erklärung dafür liefert, warum die TV-Show in die Richtung ging, in die sie ging…

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